BMS-Stadtratsfraktion fordert mehr Transparenz bei der Kosten-Nutzen-Berechnung des B2-Tunnels
Starnberg, 17.03.2026, Presseinformation
Die BMS-Stadtratsfraktion wendet sich mit einem klaren Appell für mehr Transparenz bei der Kosten-Nutzen-Berechnung (Nutzen-Kosten-Verhältnis = NKV) des geplanten B2-Tunnels an Bürgermeister Patrick Janik.
Nachdem seitens der Stadt und des Staatlichen Bauamtes Weilheim ein NKV von 1,7 öffentlich als Beleg für die Wirtschaftlichkeit des Projekts genannt wurde, bleibt die zugrunde liegende Berechnung weiterhin unter Verschluss. Begründet wird dies mit einem laufenden Prüf- und Genehmigungsverfahren auf Landes- und Bundesebene wie einer E-Mail des Bürgermeisters an alle Stadträtinnen und Stadträte von heute zu entnehmen ist.
Wir haben uns deshalb in einem Schreiben direkt an Bürgermeister Patrick Janik gewandt und diese Praxis deutlich hinterfragt.
„Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein zentrales Ergebnis öffentlich kommuniziert wird, während die Berechnungsgrundlagen der Kontrolle entzogen bleiben“, heißt es in dem Schreiben.
Kritisiert wird insbesondere, dass weder Annahmen zu Kostenentwicklungen noch zugrunde liegende Verkehrsprognosen oder Bewertungsparameter einsehbar seien. Dies erschwere sowohl die politische Kontrolle durch den Stadtrat als auch eine sachliche Meinungsbildung in der Öffentlichkeit.
Die BMS-Stadtratsfraktion fordert daher:
- eine rechtlich nachvollziehbare Begründung für die Verweigerung der Einsicht
- die zumindest teilweise Offenlegung der Berechnungsgrundlagen
- sowie einen konkreten Zeitpunkt für die vollständige Veröffentlichung
„Transparenz ist keine Kür, sondern Voraussetzung für Vertrauen – insbesondere bei einem Projekt dieser Größenordnung“, wird weiter ausgeführt. „Eine Zahl ohne überprüfbare Grundlage ist politisch nicht belastbar.“
BMS-Stadtratsfraktion
