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24. März 2026

Wir lehnen Kita-Gebührenerhöhung ab

Das Bündnis Mitte Starnberg sagt Nein zu vorschneller Gebührenerhöhung

Info zur Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses am 23.03.2026 zur Erhöhung der Kita-Gebühren

Entscheidung und Konsequenzen

Der Haupt- und Finanzausschuss hat am 23. März 2026 beschlossen, die Kita-Gebühren für das Betreuungsjahr 2026/2027 um 8,72 % zu erhöhen. Für Familien bedeutet das eine zusätzliche monatliche Belastung von bis zu 60 Euro pro Kind. Die BMS-Fraktion hat diesen Vorschlag, wie auch den der Verwaltung über eine Erhöhung um 4,37 % abgelehnt

Gründe für die Ablehnung

Unser Votum basiert vor allem auf der Stellungnahme des Familienbeirats und der Elternbeiräte der städtischen Kitas. Die dort vorgebrachten Bedenken – insbesondere zur unvollständigen Evaluierung der Sozialstaffel und den sozialen Folgen einer Gebührenerhöhung – waren ausschlaggebend für unsere Entscheidung.

Die Sozialstaffel, die seit dem 01.09.2025 gilt, konnte noch kein vollständiges Betreuungsjahr wirken. Eine Erhöhung vor Abschluss der Auswertung würde die Datenlage verfälschen und eine sachgerechte Bewertung unmöglich machen.

Zudem zeigt sich: Das Defizit im Bereich Kinderbetreuung verringerte sich im Vergleich von 2024 auf das Jahr 2025 bereits um 930.000 Euro. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen also Wirkung. Ein sofortiger Handlungsdruck für eine weitere finanzielle Belastung der Familien besteht unserer Einschätzung nach nicht.

Kritik an der Verfahrensweise

Besonders bedenklich: Unser Antrag, auf eine Gebührenerhöhung zu verzichten, wurde nicht zur Abstimmung gestellt.

Forderung nach sozialer Gerechtigkeit

Die BMS erkennt die finanziellen Herausforderungen der Stadt an. Doch in einer Stadt mit hohen Lebenshaltungskosten müssen Gebührenanpassungen nachvollziehbar, sozial ausgewogen und datenbasiert erfolgen – nicht übereilt.

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